Klimaschutz fängt im Kleinen an

Acht Bewerber – acht Gewinner: RWE vergibt insgesamt 2500 Euro

Berichterstattung des Westfalenblattes
Schloß Holte – Stukenbrock (ms). Acht Bewerber gab es um den Klimaschutzpreis der RWE Westfalen-Weser-Ems – und acht Gewinner gibt’s. Und das ist Absicht. »Wir wollen kleinere Maßnahmen hervorheben und prämieren«, sagte Manfred Rickhoff von der RWE. Das Energieversorgungsunternehmen arbeitet im Geschäftsbereich Münsterland mit 25 Städten und Gemeinden zusammen und lobt 2500 Euro für Maßnahmen im Klimaschutz aus. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr sagte gestern bei der Übergabe der Urkunden, dass er sich besonders über die Beteiligung von Kindergärten und Schulen freue, die den Jüngsten in der Stadt beibringen, dass wir nur eine Umwelt haben, die es zu schützen gilt. Auch Privatleute könnten in ihrem Wirkungskreis dazu beitragen, dass nicht nur Vorschläge gemacht, sondern auch konkret umgesetzt werden. »Ich habe noch keine Preisverleihung mit so vielen Siegern erlebt«, sagte Manfred Rickhoff. Zwei Drittel der Kommunen, die von RWE beliefert werden, beteiligen sich an der Auslobung des Umweltpreises. Die Preisträger (ohne Reihenfolge): Die Evangeliums-Christen-Gemeinde hatte sich mit der Aktion »Suchet der Stadt Bestes« beteiligt. Jährlich suchen Jugendliche und Erwachsene im Alter von zehn bis 20 Jahren Müll aus Wald und Straßengraben. Seit 1993 wird im Umfeld des Paul-Keller-Weges der Unrat eingesammelt. Bis zu 70 Bürger werden jeweils zur Mitarbeit begeistert (Preisgeld: 300 Euro). Lars Oesterwalbeloh hat sein Haus mit vier Wohnungen renoviert und dabei Jalousiekästen und Heizkörpernischen isoliert, eine Solaranlage und eine neue Heizung mit Gasbrennwerttherme installiert (300 Euro).
Der Sportverein Schwarz-Weiß Sende hat sein neues Sportheim unter Umweltgesichtspunkten erstellt. Energie wird aus Brauchwasser und der Abluft zurückgewonnen Abwasser- und Regenwasserzisternen, zwei Wärmepumpen und eine Solaranlage gehören dazu (500 Euro). Der evangelische Versöhnungskindergarten hat sich mit dem Projekt »Wir sind Kinder dieser Erde« beteiligt, in dem es um Müllvermeidung und -Trennung geht (300 Euro).
In der Grauthoffschule haben sich die Klassen 2a und 2b über 14 Tage fächerübergreifend mit dem Thema Müll beschäftigt (100 Euro). Rolf Schniedermann und seine Frau Manuela Brock-Schniedermann haben ihren Hof mit einer Photovoltaikanlage und einer Biomasseheizung, die mit Hackgut und Pellets arbeitet, ausgestattet (200 Euro). Der Heimat- und Verkehrsverein hat das zweite Heimathaus ausschließlich mit natürlichen Werkstoffen errichtet und auf die Außendämmung wert gelegt. Außerdem hat der HVV acht Rundwanderwege und drei Radrundwege eingerichtet und markiert, die jährlich gewartet werden. 60 Ruhebänke mit Papierkörben werden regelmäßig gewartet und das Umfeld gesäubert (300 Euro). Die evangelische Tagesstätte Laubhütte hat den Anbau in Niedrigenergie-Bauweise ausgeführt, eine Regenwasserzisterne für Waschmaschine und Toiletten gebaut, setzt Energiesparbirnen ein und hält Kinder zur Mülltrennung an. Lebensmittel werden von Betrieben bezogen, die ökologisch anbauen (500 Euro).
Klimaschutzpreisverleihung

Den Klimaschutzpreis teilen sich die acht Bewerber. Bei der Preisverleihung gestern dabei: (v.l.) Henryk Hommel (Evangeliums-Christen), Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Sylvia Becker (Grauthoffschule), Rolf Oesterwalbeloh, Jutta Heinemann (Versöhnungskindergarten), Lars Oesterwalbesloh, Erika Hieronymus (Kindertagesstätte Laubhütte), Manfred Rickhoff (RWE), Johannes Potthoff, Hermann Dohrenkamp, Klaus Seichter, Bernd Paarmann, Günter Potthoff (alle Heimat- und Verkehrsverein), Umweltbeauftragte Stefanie Scharf und (vorn) Rolf Schniedermann, Manuela Brock-Schniedermann und Tochter Helen.
Foto: Monika Schönfeld

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Datum: Freitag, 21. Dezember 2007 20:00
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